#048 - 30 Tage lang jeden Tag um 4:30 Uhr aufstehen! #4uhr30challenge

Was passiert, wenn man jeden Tag um 4:30 Uhr aufsteht? (Lesezeit: 8 min)


- Das zusammenfassende Video findest Du ganz unten! -

 

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich ein Video von tomatolix gesehen. Er ist Journalist, Webvideoproduzent und bekannt für seine Selbstexperimente, wie z.B. 7 Tage lang um 4:30 Uhr aufstehen. Sein Video habe ich Dir unter meinem Beitrag verlinkt!

 

Wie auch mein Vorbild Ben Ouattara, stehen sehr viele erfolgreiche Menschen (z.B.: Tim Cook - Apple's CEO oder Richard Branson - Gründer der Virgin Group) sehr früh auf. Die Hauptgründe sind das produktive Arbeiten und die ungestörte Zeit für sich selbst zur persönlichen Weiterentwicklung.

 

Grundsätzlich ist das frühe Aufstehen ist kein Hexenwerk, denn was für die Einen unvorstellbar zu sein scheint, ist für Andere das täglich Brot. Der Beruf des Bäckers oder Schichtarbeits in der Fabrik basiert auf der nächtlichen Arbeit, damit es z.B. am Morgen frisches Brot gibt. Andere Berufe machen wiederum die Nacht zum Tag, denn DJs unterhalten und Barkeeper versorgen die feierwütige Menge mit Musik und Getränken.

 

Ich für meinen Teil gehöre zu den Menschen, welche sich neben ihrem Beruf ihrer Leidenschaft widmen bzw. selbst verwirklichen wollen. Daher ist ein Ansatz, dass man früh aufsteht, um ungestört an seinem Traum arbeiten zu können. Natürlich könnte ich das theoretisch auch am Abend machen, wobei dann mein Akku vom Tag komplett leer ist und ich nur noch wenig Willenskraft habe, um mich zu motivieren.

 

Um aber herauszufinden, ob das wirklich funktioniert und für mich passt, habe ich meine Facebook-Community gefragt und ein Selbstexperiment gestartet.

 

Umfrage zum Selbstexperiment innerhalb unser FB-Communtiy
Umfrage zum Selbstexperiment innerhalb unser FB-Communtiy

 

Die Challenge bestand darin, 30 Tage lang jeden Tag um 4:30 Uhr aufzustehen. Mit meinem Beruf im medizintechnischen Außendienst und Übernachtungen deutschlandweit wird das vermutlich gar nicht sooo einfach, aber ich habe mir das Ziel gesetzt und dann wird das auch durchgezogen! Zur Beweisführung habe ich jeden Tag ein Foto von mir inkl. Uhrzeit in meine Instagram-Story gepackt. Falls Du kein Instagram hast, dann schau Dir einfach mein Video an.

 

Nur 5 Tage nach der Umfrage habe ich am 24. August ganz spontan gestartet, denn der beste Zeitpunkt ist JETZT!

Die erste Nacht war kurz, weil ich eigentlich immer um 6:30 Uhr aufgestanden bin. Die 2 Stunden weniger Schlaf sind ok. Ich bin halt einfach einmal "früher aufgestanden". Am Vorabend hatte ich mir bereits eine To-Do-Liste für den nächsten Tag erstellt, damit ich nicht lange überlegen muss, was ich am Morgen mache. Ebenfalls habe ich mich an meine Morgenroutine von vor 2 Jahren zurückerinnert und die Meditation sowie das Lesen wieder eingeführt. Allein diese drei kleinen Dinge sorgten dafür, dass ich täglich kleine Fortschritte erziele und somit schon motiviert in den Tag starte! Das morgentliche Training im Fitnessstudio war für mich schon vor dem Selbstexperiment normal und wurde deshalb einfach mit übernommen.

 

Am 6. Tag war die Morgenroutine dann bereits fester Bestandteil meines Alltages. Sie bestand aus:

  • 10 - 15 min Meditation
  • 20 - 30 min Lesen + Notizen
  • 60 min Weiterbildung
  • Ab und zu 1,5 - 2 h Krafttraining

Diese drei bzw. vier Grundbausteine konnten etwas in der Zeit variieren, aber werden auch noch in der Zukunft um ein paar Aspekte erweitert.

 

Am 11. Tag hatte ich dann mein erstes "Loch", denn ich kam morgens einfach nicht aus dem Bett. Zur Meditation hatte ich mich noch gezwungen, aber danach musste ich mich einfach noch einmal hinlegen. So einen Tag hatte während der 30 Tage ungefähr einmal pro Woche. Allerdings ist das ganz normal, denn nur weil ich jeden Tag um 4:30 Uhr aufstehe, heißt das nicht, dass ich bei der Schlafdauer schummeln kann. Ich benötige trotzdem meine 7 - 8 Stunden Schlaf und muss somit jeden Tag früh schlafen gehen. Mein Ziel war um 21 Uhr im Bett zu liegen. Das hat nicht immer geklappt, denn den Verlauf des Abends kann man nicht immer kontrollieren. Dauert der Termin länger, dann bedeutet es weniger zu schlafen oder später aufzustehen.

 

Überraschenderweise ist es mir wie tomatolix während seines Selbstexperimentes am 4. Tag ergangen, denn ich bin teilweise bereits schon vor dem Wecker aufgewacht. Ich glaube allerdings, dass das an dem Adrenalin des Experiments sowie dem Druck, täglich ein Bild auf Instagram (@savinglifetime) zu posten, lag. Du weißt ja: "Nur unter Druck entstehen Diamanten!" (Artikel hier!)

 

Um trotzdem optimal aufzuwachen, benutze ich seit einiger Zeit einen Schlafphasenwecker bzw. eine entsprechende App. Diese weckt Dich innerhalb eines festgelegten Zeitfensters, in einer leichten Phase Deinen Schlafes, um nicht aus dem Tiefschlaf gerissen zu werden. Funktioniert sehr gut.

 

Schlafphasenwecker-App - Sleep Cycle alarm clock
Schlafphasenwecker-App - Sleep Cycle alarm clock

 

Fazit:

Heute ist der 30. Tag meiner "4:30 Uhr Challenge" und damit das Selbstexperiment offiziell beendet. Mein Fazit lautet durchweg positiv:

 

Das frühe Aufstehen ist eine Sache der Gewohnheit. Natürlich fiel es mir anfangs schwer und ich war müde, aber ich bin ja auch mein Leben lang nie bzw. nur sehr selten um 4:30 Uhr aufgestanden. Es ist allerdings erstaunlich wie schnell man sich daran gewöhnt bzw. gehört es für andere Berufsgruppen zur Grundvoraussetzung!

 

Vorteile:

Als größten Vorteil sehe ich das entspannte Aufstehen an sich. Normalerweise steht man auf, weil man zur Arbeit muss und ist dann sofort im reaktiven Modus: Ins Bad, duschen, anziehen, frühstücken und losfahren. Das ist auch eine Art von "Morgenritual". Wenn man allerdings jeden Tag um 4:30 Uhr aufsteht, dann kann man sich ganz entspant die Zeit für sich selbst nehmen und z.B. erst einmal meditieren, ein Buch lesen, Sport treiben oder sich sogar um den Garten kümmern. Egal was es ist, man wacht selbstbestimmt auf und kann sich Zeit für sich nehmen oder auch, wie Richard Branson, seine E-Mails beantworten bevor die Welt online geht. Letzteres bezieht sich auf die ungestörte Umgebung, denn die meisten Menschen schlafen um diese Uhrzeit noch. Das sorgt dafür, dass niemand anruft und man ganz in Ruhe arbeiten kann.

 

Nachteile:

Der größte Nachteil ist das frühe zu Bett gehen. Das "normale" Leben findet vor allem am Wochende auch noch nach 21 Uhr statt. Jedoch musste ich mich am Anfang regelmäßig zwingen früh schlafen zu gehen. Das war nicht immer einfach, aber machbar. Wenn man sich einmal an den neuen Rhythmus gewöhnt hat, dann ist man automatisch um 21 Uhr müde ;)

 

Wenn ich mich mit meiner Familie, Freunden oder Kollegen über mein Selbstexperiemtent unterhalten habe, dann war immer eine der ersten Reaktionen: "Wow, das könnte ich nicht. Ich bin eine absolute Nachteule, komme morgens nur schwer aus dem Bett und bin am Abend eh viel produktiver."

 

”Ich bin kein früher Vogel, aber auch keine Nachteule. Eher so eine Permanent erschöpfte Taube.“ - © VS, 2018
”Ich bin kein früher Vogel, aber auch keine Nachteule. Eher so eine Permanent erschöpfte Taube.“ - © VS, 2018

 

Eventuell hast Du während des Lesens ähnlich gedacht oder vielleicht geht es Dir anscheinend genauso? Aber, ist das wirklich so? Bist Du wirklich eine Nachteule? Bist Du am Abend wirklich produktiver?

 

Ich bin der Meinung, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist und wenn Du Jahrzehnte lang jeden Morgen ausschläfst und abends lange wach bleibst, dann ist es selbstverständlich umständlich und anstrengend für Dich früh aufzustehen. So wie es für mich jetzt anstrengend ist lange wach zu bleiben! Allerdings kann man nicht einfach alle über einen Kamm scheren und muss auch bedenken, dass die Schlafqualität von vielen Faktoren abhängt. Hierzu zählt z.B. Dunkelheit und Temperatur des Schlafzimmers, späte Arbeit am Bildschirm und sogar Deine Ernährung.

 

Die scheinbare Produktivität am Abend entspringt des gleichen Ursprungs, denn man ist ungestört. Die Mitmenschen gehen schlafen oder verbringen z.B. einen ruhigen Abend mit deren Liebsten. Da wird die Beantwortung der E-Mails schon mal auf den nächsten Arbeitstag verlegt. Im Gegensatz zur morgentlichen Produktivität ist der persönliche Akku allerdings leer, weil unsere Energie bereits über den Tag verteilt aufgebraucht wurde. Wir haben Entscheidungen getroffen, To-Dos erledigt und sind am Abend erschöpft. Ich bin davon überzeugt, dass die Ungestörtheit mit einem frisch aufgeladenen Akku am Morgen viel produktiver macht!

 

How waking up every day at 4.30am can change your life | Filipe Castro Matos | TEDxAUBG, 2015
How waking up every day at 4.30am can change your life | Filipe Castro Matos | TEDxAUBG, 2015

 

Somit kann ich zusammenfassend sagen, dass sich das Selbstexperiment gelohnt hat. Ich habe für mich erkannt, dass das in meiner aktuellen Lebenssituation eine sehr gute Möglichkeit ist, um nebenbei an meinem Traum zu arbeiten. Sobald ich Kinder und andere Verpflichtungen habe, wird das wieder anders sein, aber zurzeit ist es ein Upgrade für mein Leben.

Natürlich muss man solch eine Änderung auf seine aktuelle Lebenssituation anpassen, denn für einen Arbeiter in der Nachtschicht oder einen Bäcker ergibt das 4:30 Uhr Konzept nur dann Sinn, wenn er/sie für sich die "4:30 Uhr" entsprechend anpasst.

 

Was denkst Du?

Wann stehst Du morgens auf? Bist Du ein Morgenmuffel oder Frühaufsteher?

Würdest Du Dir auch solch eine 30 Tage Challenge zutrauen? Warum fängst Du nicht gleich jetzt damit an?

 

Ich lade Dich herzlich ein, dieses Experiment für Dich einmal selbst auszuprobieren. Grundvoraussetzung ist ein starker Wille und Disziplin, aber auch ein Grund der Dich morgens aus dem Bett holt kann hilfreich sein. Andere Menschen wollen ein Buch schreiben oder mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Was ist es für Dich? Hast Du einen Traum für welchen Du brennst, aber einfach "keine Zeit hast"? Dann ist die 4:30 Uhr-Challenge genau das Richtige für Dich!

 

Ich freue mich auf Dein Feedback und Deine Gedanken bei Facebook, Youtube, Instagram, Podcast und in der Upspeak-Community!

 

Höre auf Deine kostbare Lebenszeit zu verschwenden und stehe einfach einmal ein bisschen früher auf, um an Deinem Traum zu arbeiten, denn: "Zeit hat man nicht. Zeit nimmt man sich."

Karl von #savinglifetime

 

 

PS: Sicherlich interessiert Dich, ob ich weitermache: Natürlich!

Diese und alle weiteren Fragen sowie Tipps und Tricks zur eigenen Challenge findest Du im zweiten Teil dieses Beitrages.

 

Hier geht es zum zweiten Teil mit dem Q&A!


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