#019 - Todkranke Kinder!

Was wir von todkranken Kindern über das Leben lernen können! (Lesezeit: 5 min)


Vorhin bin ich auf einen Twitter-Beitrag [1] gestoßen und möchte diesen mit Euch teilen:

 

Dr. Alastair McAlpine aus Kapstadt in Südafrika arbeitet in einer Kinderklinik mit sehr kranken Kindern. Es ist eine sehr anspruchsvolle und bedeutungsvolle Arbeit, denn einige Kinder sind so krank, dass sie nicht mehr lange leben werden. Es mag uns verblüffen, aber Dr. McAlpine sagt, dass es sich um sehr besondere Patienten handelt. Sie sind sehr positiv gestimmt und strahlen voller Fröhlichkeit, obwohl ihnen ein unaufhaltsame und tödliches Schicksal droht. Dr. McAlpine ist Palliativmediziner. Da heißt, dass die „medizinische Behandlung, die nicht auf die Heilung einer Erkrankung abzielt, sondern darauf, die Symptome zu lindern oder sonstige nachteilige Folgen zu reduzieren (Palliation).“ [2] Das gilt insbesondere für unheilbare Krankheiten, wo nur eine Linderung der Symptome „helfen“ kann.

 

Dr. McAlpine hat seine kleinen Patienten befragt, was Ihnen im Leben am meisten Freunde bereitet und dem Leben seine Bedeutung gegeben hat. Soviel vorweg: „Kids can be so wise, y'know.“

 

[Ins Deutsche übersetzt]

 

Nachricht 1:

Zuerst:

NIEMAND sagte, dass sie gerne mehr fern gesehen hätten.

NIEMAND sagte, dass sie gerne mehr Zeit auf Facebook verbracht hätten.

NIEMAND sagte, dass sie es mochten sich mit anderen zu streiten.

NIEMAND mochte es im Krankenhaus zu sein.

 

Nachricht 2:

VIELE erwähnten ihre Haustiere:

„Ich liebe Rufus, sein lustiges Bellen bringt mich zum lachen.“

„Ich liebe es, wenn Ginny sich nachts an mich kuschelt und schnurrt.“

„Ich war so glücklich als ich mit Jake am Strand entlang reiten durfe.“

 

Nachricht 3:

VIELE erwähnten ihre Eltern, oft zweifelnd und besorgt:

„Hoffentlich ist Mama ok. Sie sieht traurig aus.“

„Papa soll nicht besorgt sein. Er wird mich bald wiedersehen.“

„Gott wird auch meine Mama und meinen Papa aufpassen, wenn ich weg bin.“

 

Nachricht 4:

ALLE liebten Eiscreme!

 

Nachricht 5:

ALLE liebten Bücher oder Geschichten, besonders wenn die Eltern sie erzählten bzw. vorgelesen haben:

„Harry Potter gab mir Mut.“

„Ich liebe Geschichten vom Universum!“

„Wenn ich wieder gesund bin, dann will ich ein großer Detektiv werden, so wie Sherlock Holmes!“

 

Leute, lest euren Kindern vor! Sie lieben es.

 

Nachricht 6:

VIELE wünschten sich, dass sie weniger Zeit damit verbracht hätten, darüber nachzudenken, was andere wohl von ihnen halten und lieber die Menschen geschätzt hätten, welche sie ganz „normal“ behandelt haben.

„Meinen wirklichen Freunden war es egal, als meine Haare ausfielen.“

„Jane hat mich nach der Operation besucht und nicht einmal die Narbe bemerkt!

 

Nachricht 7:

VIELE liebten es zu schwimmen und an den Strand zu gehen.

„Ich habe große Sandburgen gebaut!“

„Im Meer zu sein und sich von den Wellen tragen zu lassen war so toll! Meine Augen haben gar nicht weh getan!“

 

Nachricht 8:

Fast ALLE werteten Freundlichkeit über anderen Tugenden:

„Meine Oma war so lieb zu mir. Sie brachte mich immer zum Lächeln.“

„Jonny hat mit mir sein Sandwich geteilt, als ich meins nicht essen wollte. Das war lieb.“

„Ich mag es, wenn die nette Schwester hier ist. Sie ist ganz vorsichtig und es tut weniger weh.“

 

Nachricht 9:

Fast ALLE mochten Menschen, welche sie zum Lachen brachten:

„Der Zauberer war so tollpatschig. Er hat seine Hose verloren und ich konnte nicht aufhören zu lachen!“

„Mein Papa macht immer so lustige Grimassen. Das mag ich!“

„Der Junge im Bett nebenan hat gepupst! Hahaha!“

 

Lachen ist die beste Medizin.

 

Nachricht 10:

Kinder lieben ihre Spielsachen und Superhelden.

"Meine Prinzessin Sophia ist meine Lieblingspuppe!"

"Ich liebe Batman!" (Jeder Junge mag Batman)

"Ich mag es mit meinem Teddy zu kuscheln."

 

Nachricht 11:

Schlussendlich, sie ALLE schätzen die Zeit mit ihrer Familie. Nichts war wichtiger.

„Mama und Papa sind die Besten!“

„Meine Schwester drückt mich immer ganz fest!“

„Niemand hat mich so lieb wie Mami!“

 

Nachricht 12:

Die Quintessenz:

Seid lieb. Lest mehr Bücher. Verbringt mehr Zeit mit der Familie. Erzählt Witze. Geht an den Strand. Umarmt euren Hund. Erzähle der besonderen Person, dass Du sie gern hast!

 

Dies sind die Dinge, welche die Kinder gerne mehr gemacht hätten. Der Rest sind Details.

 

Oh...und esst mehr Eiscreme!

 

In diesem Sinne, höre auf Deine kostbare Lebenszeit mit sinnlosen Sachen zu verschwenden und lerne etwas von diesen Kindern. Sie haben uns einiges voraus!

 

Karl von #savinglifetime

 

 

 

Zum Abschluß noch einmal der komplette Thread als Screenshot:

 

 

Quellen:

[1] https://twitter.com/AlastairMcA30/status/958992790028988416

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Palliative_Therapie


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